Geboren wurde der Begründer der Stadt Karlsruhe in Durlach. Karl Wilhelm war ein begeisterter Pflanzenliebhaber und Gärtner. Von seinen Reisen durch Holland brachte er verschiedene Pflanzen und die teuer gehandelten Tulpenzwiebeln nach Karlsruhe in seinen Lustgarten mit. Seinem Hof- und Lustgärtner Christian Thran ermöglichte er die Teilnahme an einer wissenschaftlichen Expedition nach Nordafrika. Thran erweiterte seine Kenntnisse auf dieser Reise durch Algerien und Tunesien und brachte exotische Pflanzen nach Karlsruhe mit. So bereicherte er den neu angelegten Lustgarten von Markgraf Karl Wilhelm.
Um seiner neuen Würde als Großherzog angemessen Ausdruck zu verleihen, ließ Karl Friedrich von Baden-Durlach den Lustgarten und die Anlage des Schlossparks zu Beginn des 19. Jahrhunderts im englischen Stil umwandeln. In dem nordwestlichen Teil der Schlossanlage wurde ab 1808 der neue Botanische Garten angelegt. Als Sohn des Erbprinzen Friedrich von Baden-Durlach und Anna Charlotte Amalie von Nassau-Dietz-Oranien geboren, regierte er ab 1746 als Markgraf von Baden-Durlach. 1771 erbte Karl Friedrich die von der „bernhardinischen Linie“ regierten Landesteile der Markgrafschaft Baden-Baden und führte die beiden Markgrafschaften zur Markgrafschaft Baden zusammen. 1803 stieg er zum Kurfürsten und 1806 zum Großherzog von Baden auf.
Am 11. Juli 1723 als Tochter des Erb-Landgrafen Ludwig von Hessen-Darmstadt geboren, heiratete sie 1751 Markgraf Karl Friedrich von Baden-Durlach. Ihr gesamtes Leben ist geprägt von einer immensen Wissbegier. Ab Mitte der 1760er-Jahre beschäftigte sie sich verstärkt mit botanischen Fragen. Unter dem Einfluss des schwedischen Naturforschers Carl von Linné befasste sie sich mit der Herausgabe eines Abbildungswerkes, das sämtliche Arten des Linnéschen Systems beinhalten sollte. Aus Kostengründen konnte diese „Icones specierum plantarum Linnaei Equitis“ (dt.: Die Abbildungen der Pflanzen des Ritters von Linné) nicht vollendet werden. Sie war ebenfalls eine begeisterte Sammlerin und begann in Karlsruhe, ihr eigenes Naturalienkabinett, eine Graphiksammlung und ein „Mahlerey Cabinet“ anzulegen. Ein weiteres Hobby war die Malerei. Bereits im Alter von zehn Jahren zeichnete sie Pflanzen, die eine erstaunliche Begabung erkennen ließen.
Leider erlebte sie den Bau des neuen Botanischen Gartens in Karlsruhe nicht mehr.
Der schwedische Naturwissenschaftler stand in engem Kontakt mit Markgräfin Karoline Luise. Sie befasste sich mit dem von ihm entwickelten System und arbeitete an der Herausgabe eines Abbildungswerkes, das sämtliche Arten des Linnéschen Systems beinhalten sollte. Die enge Zusammenarbeit beider wird auch darin deutlich, dass Linné eine Pflanze, die in Mexiko und Surinam vorkommt, nach der Markgräfin benannte: „Carolinea Louisa“. Der Name der Pflanze lautet heute allerdings „Pachira insignis“.
Geboren 1766 arbeitete der Architekt in Straßburg, Hannover und Karlsruhe. Ab 1801 hatte er die Stelle des obersten Stadtplaners des Großherzogtums Baden inne. Er bewältigte mit dieser Aufgabe die Umwandlung einer barocken Stadtanlage in eine großherzogliche Residenz. Nach seinen Plänen wurde auch 1808 der neue Botanische Garten angelegt. Weinbrenner schuf eine heute nicht mehr erhaltene Orangerie und das berühmte Hoftheater, das 1847 bis auf die Grundmauern niederbrannte. An seiner Stelle steht heute das Bundesverfassungsgericht.
Der Architekt und Architekturtheoretiker wurde 1795 in Weinheim geboren. Er war ein Schüler Friedrich Weinbrenners und übernahm dessen Stelle als großherzoglicher Baudirektor in Karlsruhe ab 1827. Diese hatte er bis zu seinem Tod inne. Zu den Hauptwerken von Heinrich Hübsch zählt unter anderem die Kunsthalle in Karlsruhe, die sich auf dem Gelände des Botanischen Gartens befindet. Unter seiner Leitung wurde der Botanische Garten in Karlsruhe in den Jahren 1853 bis 1857 komplett umgestaltet und die Pflanzenhäuser neu gebaut. So entstand ein spätromantisches Gebäudeensemble, unter anderem bestehend aus Orangerie, Torbogen und Warmhäusern. Jeder Raum und jedes Gebäude erhielt je nach seiner Funktion eine unverwechselbare Gestalt – so gaben diese der Anlage einen asymmetrischen Charakter. Auch setzte sich Hübsch mit der Idee eines runden Wasserbeckens durch, aus dem der beliebte Karpfenteich entstand. Dieser liegt auf der Blickachse des Torbogens und soll das Zentrum der Anlage bilden.