1715 verlegte Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach die Residenz von Durlach ins neu gegründete „Carols Ruh“ und ließ zwischen Durlach und Rhein am Rande des Hardtwaldes sein neues Residenzschloss erbauen. Wie in Rastatt sind Schlossbau und Stadtgründung aufs engste miteinander verwoben, die Radialstraßen der „Fächerstadt“ haben ihr Zentrum im Turm des Schlosses. Aus Kostengründen entstand eine zwar weitläufige, doch sehr schlicht gehaltene Anlage, die Karl Wilhelms Enkel und Nachfolger Markgraf Karl Friedrich – allerdings unter Beibehaltung des Turms und Einpassung in die vorgegebenen Grundlinien – grundlegend um- bzw. neu gestalten ließ. Verschiedene Entwürfe herausragender Architekten wurden verworfen, bis man sich schließlich 1752 für eine Lösung des Pariser Architekten La Guêpière entschied, der zu dieser Zeit in Stuttgart verpflichtet war. Ihm gelang es, weitgehend innerhalb der Grenzen des alten Grund-risses, einen repräsentativen Bau schlichter Eleganz zu verwirklichen. Nach der Zerstörung des Schlosses 1944 wurde der Außenbau in dieser Form wieder hergestellt.
Parkmöglichkeiten: 500 Stellplätze in der Tiefgarage unter dem Schlossplatz, 100 Stell-plätze auf dem Parkplatz am Zirkel, 2 Busparkplätze an der Waldhornstraße