Schauhäuser

Kakteen- und Sukkulentenhaus

Das Kakteen- und Sukkulentenhaus

Das ehemalige Kamelien- und Blumenhaus entstand zur Zeit des Großherzogs Friedrich I. unter dem Baudirektor Heinrich Hübsch in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, wurde es 1952 wieder aufgebaut. Seitdem beherbergt das Schauhaus Kakteen und Sukkulenten.
Beeindruckend ist hier unter anderem der Goldkugelkaktus. Auch als „Schwiegermuttersitz“ bekannt, ist er mehrfach in diesem Haus vertreten. Die drei größten Exemplare dieser Gewächse haben einen Umfang von 200 cm und sind schätzungsweise über 200 Jahre alt. Eine weitere Neuerung für alle Gewächshäuser nach dem Zweitem Weltkrieg: Statt eingezwängt in Töpfen und Kübeln wachsen die Pflanzen nun direkt aus dem Boden.

Cattleya Cymbidium Phalaenopsis

Das Palmenhaus

Dieses Schauhaus stammt ebenfalls aus der Zeit des Großherzogs Friedrich I. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde es von 1955 bis 1956 wiedererrichtet. Innen und außen erhielt der Bau dabei sein historisches Aussehen zurück.
Neben verschiedenen Palmenarten wachsen hier auch wunderschöne Cymbidienblüten, die zur Gattung der Orchideen gehören. In ihrer Blütezeit, Winter und Frühjahr, bereichern sie das Palmenhaus um verschiedene prächtige Farben. Der Riesenbambus, die Pardiesvogelblume und Kamelien sind weitere sehenswerte Pflanzen in diesem Schauhaus.

Blick in das Warmhaus

Das Warm- oder Tropenhaus

Direkt mit einem Durchgang zum Palmenhaus verbunden, weist das Warm- oder Tropenhaus eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit auf. Hier dominieren im Bereich der farbenfrohen und üppigen Artenvielfalt drei große Pflanzenfamilien: die Aronstab-, die Bromelien- und die Orchideengewächse.
Ein Warmhaus gab es bereits unter Großherzog Karl Friedrich nach Plänen von Friedrich Weinbrenner. Unter Großherzog Friedrich I. war es stark baufällig und es entstand ein völlig neues Warmhaus. Wie der gesamte Botanische Garten war auch das Warmhaus nach dem Zweiten Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen geworden. In den 50er-Jahren wurde es instand gesetzt und beherbergt seitdem auch in einem nierenförmigen Becken an der inneren Südseite die große Seerose „Victoria regia“. Nach der englischen Königin benannt, stammt sie ursprünglich aus dem tropischen Südamerika. Ihre Blätter haben einen Durchmesser von bis zu 2 m und die Blüten wachsen in rascher Folge, sodass von der Wasseroberfläche bald nur noch wenig zu sehen ist.

Weitere Informationen zu Karlsruhe
 
 
Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook