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Fürstlicher Lustgarten mit spektakulärem Gewächshaus

Botanischer Garten Karlsruhe

Botanischer Garten Karlsruhe, Strelitzie
AKTUELL IM Dezember

Strelitzie

Paradiesvogelblume – so lautet der populäre Name der exotischen Blüte, die jetzt im Botanischen Garten Karlsruhe zu bewundern ist. Strelitzien gehörten schon früh zum Karlsruher Bestand: Sie werden schon 1825 erwähnt.

Strelitzia reginae

Strelitzia in ihrer ursprünglichen Umgebung.

HISTORISCHER HINTERGRUND

Heute zieht Thomas Huber, der Leiter des Gartens, mit seinem Team wieder mehrere Exemplare der Strelitzie. Zwei der ausladenden Pflanzen stehen jetzt im Warmhaus. Im Sommer schmücken sie als Kübelpflanzen das Freigelände des Gartens. Bekannt ist die Strelitzie vor allem als dekorative Schnittblume –und viele Urlauber kennen sie von den Kanarischen Inseln oder von der Insel Madeira. Ursprünglich kommen die Arten aus der Kapprovinz in Südafrika.

Porträt der Königin Charlotte. Joshua Reynolds, 1779

Royale Namensgeberin Königin Charlotte von Mecklenburg-Strelitz.

ROYALER NAME SEIT 1773

Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde die Strelitzie 1773 von dem englischen Botaniker Sir Joseph Banks (1743–1820). Er gab ihr auch den Namen – nach der britischen Königin Sophie Charlotte (1744–1818), einer Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz. Der aristokratische Name der Pflanze machte es zu einem Muss, die Strelitzie im Bestand des Botanischen Gartens zu haben.

Botanischer Garten Karlsruhe, Strelitzie

Farbenprächtige Blüte in Orange und Blau

BLÜTEN SIND HINGUCKER

Strelitziengewächse sind große, mehrjährige Stauden. Kleinere Arten wie die Strelitzia reginae werden zwei Meter hoch, andere, etwa die Strelitzia alba, erreichen auch zehn Meter. Die Blätter habe einen bläulichen Schimmer. Bevor die Pflanze auf isolierten Stängeln ihre eindrucksvollen Blüten treibt, ist sie eher unscheinbar. Aber die Blüten und vor allem die Farbkomposition aus Orange und Blau machen die Pflanze dann zum absoluten Hingucker.

Botanischer Garten Karlsruhe, Strelitzie

Hingucker im Botanischen Garten.

KÜBELPFLANZE MIT PLATZANSPRUCH

Die Strelitzienkultur ist relativ einfach: Die Pflanzen brauchen im Sommer einen sonnigen Standort im Freien und im Winter einen hellen Standort bei 12–15 Grad. Bei guten Lichtverhältnissen kann sie auch wärmer stehen, wie aktuell im Warmhaus des Botanischen Gartens, bei 20 Grad. Im Sommer und während der Blüte sind wöchentliche Düngergaben notwendig. Nach der Blüte folgt eine Ruhephase, die Pflanze braucht weniger Wasser. Anforderungen stellt die Strelitzie vor allem durch ihre ausladenden Blätter: Man benötigt ausreichend Platz zum Überwintern. Strelitzien kann man aus Samen ziehen, der im Handel angeboten wird. Man muss aber Geduld mitbringen: Der Strelitziensamen keimt oft erst nach Wochen oder gar Monaten. Bis zur ersten Blüte dauert es sechs bis sieben Jahre. Schneller geht es, wenn man die Pflanze durch Stockteilung vermehrt.