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Fürstlicher Lustgarten mit spektakulärem Gewächshaus

Botanischer Garten Karlsruhe

Botanischer Garten Karlsruhe, Ananas; Foto:  Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe, Thomas Huber
Aktuell im Mai

Die Ananas

Aktuell blühen und fruchten Ananaspflanzen in den historischen Glashäusern des Botanischen Gartens. Ursprünglich auf dem amerikanischen Kontinent zu Hause, lassen sich die ersten Ananaspflanzen bereits 1690 in den herrschaftlichen Gärten nachweisen.

Botanischer Garten Karlsruhe, Ananas; Foto:  Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe, Thomas Huber

Die Ananas gehört zu den Bromeliengewächsen.

Eine artenreiche Familie aus der Neuen Welt

Die Ananas gehört zur Familie der Bromeliengewächse, die ursprünglich ausschließlich auf dem amerikanischen Kontinent verbreitet war. Im Zeitalter der Entdeckungen kam das exotische Gewächs nach Europa und kann bereits seit 1690 in den herrschaftlichen Gärten nachgewiesen werden. Von den 2000 Arten der Bromelienfamilie ist die Ananas die einzige, die eine wirtschaftliche Bedeutung hat. Heute wird sie weltweit in den tropischen Gebieten als Obstpflanze angebaut. Für den menschlichen Verzehr interessant sind die fleischigen Fruchtstände, die mit dem typischen Blattschopf enden. Sie werden frisch gehandelt oder zu Konserven und Saft verarbeitet.

Botanischer Garten Karlsruhe, Ananas; Foto:  Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe, Thomas Huber

Exotische Frucht mit dekorativem Charakter.

Faszination seit Jahrhunderten

Die Frucht mit ihrer ungewöhnlichen Gestalt faszinierte die Europäer: Schon früh findet man Ananasdarstellungen in der Kunst – etwa als kostbaren „Ananaspokal“ bei den Goldschmieden der Renaissance-Zeit, auf barocken Stillleben-Gemälden oder als dekorative Skulptur. In den großen Schlossgärten wurde überall Ananas gezogen – etwa am Hof des Herzogs von Württemberg in Ludwigsburg oder auch in Kloster Weikersheim. Hier hat sich sogar ein Gemälde einer solchen Bromelienpflanze im Rittersaal erhalten. Seit 2018 gibt es in Weikersheim wieder ein eigenes Ananasgewächshaus.

Schloss und Schlossgarten Weikersheim, Einweihung des Ananasgewächshauses; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Lisa Gagel

Das neue Weikersheimer Gewächshaus bei der Einweihung im November 2018. Hier werden künftig auch Exoten wie Ananas gezogen – so wie schon im 18. Jahrhundert, zu den Glanzzeiten des Schlossgartens.

Tipps für die tropische Pflanze

Die Ananas kommt aus dem tropischen Bereich und möchte am liebsten warm stehen. Wichtig ist bei allen Ananasgewächsen, dass im Herz bzw. in der Rosette immer Wasser steht. Auf der Fensterbank hat die Ananas nur schwer Platz: Die einzelnen Blätter können über einen Meter lang werden und bilden dann eine entsprechend große Rosette aus. Das Blatt endet mit einem extrem harten und spitzen Stachel.

Botanischer Garten Karlsruhe, Neoregelia; Foto:  Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe, Thomas Huber
Botanischer Garten Karlsruhe, Bromeliengewächs; Foto:  Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe, Thomas Huber
Botanischer Garten Karlsruhe, Aechmea; Foto: Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe, Thomas Huber

Die Familie der Bromelien umfasst circa 2000 Arten. Einige davon wachsen im Botanischen Garten in Karlsruhe.

Ananas selber ziehen

Für Hobbygärtner ist es von Reiz den „Schopf“ der Frucht abzuschneiden und in warmes Wasser zu stellen. Mit etwas Glück schafft man es, dass die Pflanze sich bewurzelt. Wichtig: Die Frucht muss frisch sein. Nach circa zwei Jahren kann man dann eine neue Ananasfrucht ernten. Wem die Ananas mit ihren ausladenden Blättern zu groß für zu Hause ist: Die Bromelienfamilie bietet eine große Zahl von attraktiven Pflanzen und viele davon gibt’s im Gartenhandel. Eine Auswahl zeigt auch der Botanische Garten Karlsruhe in seinen Schaugewächshäusern.

Botanischer Garten Karlsruhe, Ananas; Foto:  Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe, Thomas Huber

Die Blätter der Ananaspflanze können über einen Meter lang werden.